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Wolfschutzzaun für Alpakas in Oberwiesenthal

Wolfschutzzaun für Alpakas in Oberwiesenthal – Sachsen

Im Rahmen unserer Zaunbauexpertise wurden wir nach Oberwiesenthal gerufen. Auf dem Betrieb eines Alpakazüchters ist es zu einem Wolfsriss gekommen.
Glücklicher weise wurden nicht die wertvollen Alpakas von dem/den Wölfen angegriffen, sondern die Schafe auf der Weide vor der Koppel mit den Zuchttieren.

Zeitverantwortlichkeit

In diesem Fall war die Zeit von der ersten Besichtigung bis zum Abschluss der Baumaßnahmen eine besondere Herausforderung für die Auftraggeber.

Wegen der Gefährdung durch das Wolfsrudel auf der anderen „Bachseite“ in Tschechien mussten alle 80 Tiere jeden Abend in die jeweiligen Ställe gebracht werden. Ein hoher täglicher Aufwand für unsere Kunden, gepaart mit der Ungewissheit in der Nacht, da die Tiere & besonders die Hengste nicht gewohnt waren in einem geschlossenen Stall im Sommer zu übernachten.

Eine weitere Herausforderung bestand in dem Termindruck zum Ende der Weidesaison, da in Oberwiesenthal bei einer Höhe von 800-1200 m mit Schnee & Eis schon zum Ende Oktober fest zu rechnen war.

Für alle Beteiligten eine aufregende Zeit.

Während sich unsere Auftraggeber um die Rissbestätigung und die Fördermittel gekümmert haben, haben wir mit unserem Partner PODA zusammen bereits die notwendigen Materialen bereitgestellt und vordisponiert, damit im Förderungsfall / Auftragserteilung umgehend mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte

Herausforderung Gelände

Für den Zaunbauer kam noch die Besonderheit im vorhandenen Gelände hinzu. Die zu sichernden Wiesen liegen im starken Hang, in dem sich die Alpakas als Kletterkünstler wohlfühlen. Dafür waren aber auch einige Stellen nicht mit den Maschinen erreichbar. Mit Blick auf das Fichtelberg Haus mussten wir jedoch auch mit einem steinigen und felsigen Untergrund unter der Grasnarbe rechnen. In einigen Stellen hatten wir schon fast moorige Passagen entlang der natürlichen Bachläufe im Gelände. Wir mussten auch am Bahndamm der Fichtelbergbahn arbeiten, welches eine weitere Herausforderung war.

Ebenso war die Baustellenlogistik sehr schwer, da wir nur auf schmalen Straßen entladen konnten, und ebenso eine Tiefbaustelle in der zentralen Kreuzung unsere täglichen Wege erschwerten.

Die Zaunlösung

Für den Schutz der Tiere wurde ein Geflechtzaun mit einem Hochleistungsgeflecht vom Typ Poda Supernet gewählt. Dieses Geflecht zeichnet sich durch nicht nachlängende waagerechte High Tensile Drähte und durchgängigen senkrechten Drähten mit einer super festen Knotenlösung an jeder Drahtkreuzung aus.

Für den Wolfschutz wurde das Geflecht 50 cm tief eingegraben. Ebenso erhielt die Zaunanlage leistungsstarke Weidezaungeräte und einen elektrischen Überkletterschutz oberhalb des Geflechtes, genauso wie entsprechende Untergrabschutzkomponenten unter den verschiedenen Toren und Durchlässen. Für die Pfosten und insbesondere in den Ecken wurde das europäische Hartholz – die Robinie gewählt. Da das Geflecht mit einer hohen Zugspannung auf die Ecken und Richtungswechsel wirkt, wurden in den Ecken spezielle Konstruktionen verbaut, damit das Geflecht entsprechend fest gespannt werden konnte.

Für die Standfestigkeit der Pfosten insbesondere bei geöffnetem Montagegraben sorgte unsere Montage mittels einer Pfahlramme. Diese absolute Spezialmaschine der Firma Bryce machte die Montage erst möglich. Durch die entsprechende Ausrüstung der Maschine konnten wir auf dem Grabenaushub stehend auch im steilen Hang noch sicher die Pfosten einschlagen. Eine Maschine mit dieser Schlagkraft und Geländegängigkeit sucht in Deutschland seines gleichen.

Jeder Zaun ist nur so gut wie die Torlösungen… Hier verwendeten wir spezielle Leichttore mit einer Gitterfüllung. Über den Toren werden dann die Überklettersicherung mit Bungee-Cord Sets realisiert.

Die Förderzusage

Mit der Förderzusage erhielten wir dann auch unseren Auftrag und mussten innerhalb von 2 Wochen das vorbereitete Projekt umsetzen. Die benötigten Materialien wurden zum Zentrallager von Poda verbracht, und von dort aus nach Oberwiesenthal gefahren.

Als der LKW dann eintraf, gingen in den 2 Abladestunden die Regenmengen der letzten 2 Monate auf einmal hernieder…

Das Projekt war damit zumindest mehr als üblich begossen…

Die Zusammenarbeit

Als unsere Maschinen und die Ramme abgeladen wurden, war das Wetter deutlich gnädiger mit allen Beteiligten. Der Auftraggeber unterstütze uns bei den Rückbauarbeiten und beim Herstellen der Gräben. Bei allen Maßnahmen und Wegen mussten wir sehr achtsam sein, da sich die Tiere auf den angrenzenden Weiden befanden oder auch auf Flächen standen, auf denen wir arbeiten oder zumindest durchfahren mussten. Zu jeder Zeit musste am Ende des Tages die Zaunanlage geschlossen sein und es durfte dem Wolf kein Zugang gewährt werden.
Die Arbeiten gingen zum Teil auch bis spät in die Abendstunden, damit die Truppe am nächsten Morgen wieder entsprechend weiter bauen konnten.

Es gab während dieser Bauzeit einige Herausforderungen – von den fröhlichen bis zu sorgenvollen Momenten war alles vertreten. Am Ende haben alle Beteiligten dafür gesorgt, dass wir passend vor dem ersten Schnee die Anlage komplett fertig gestellt haben.

Ziel erreicht!

weitere Projekte

Als weiteres Projekt – allerdings erst nach der Schneeschmelze – wird ein Otterschutzzaun mit einem mechanischen Überkletterschutz für die Teichanlage entstehen, für den wir das passende Geflecht und das Knowhow liefern werden.

aus unserer Sicht

Gilt es Danke zu sagen – besonders für die Bewirtung und das Kümmern um unsere Mitarbeiter während der Bauzeit!

Vielen Dank auch für den Spaß beim Bäume klettern, die Sonnenauf- & untergänge am Fichtelberg und die anderen Momente auf der Baustelle.

Das sagt unser Kunde

Kompetente, schnelle und freundliche Arbeit hat die Firma Friedrichsmeier auch bei uns in Oberwiesenthal geleistet. Im schwierigen Gelände wurde ein Wolfsschutzzaun für unsere Alpakas errichtete, der keine Wünsche offenlässt.

Vielen Dank!

Fritz-Jürgen Hieke und Romy Schmidt

Referenzen nach:

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